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Freitag, 2. Dezember 2022

Typ-2-Overload: Der alltägliche Kampf um Normalität

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Frankfurt (ots) –

„Was willst du eigentlich noch hier? Du kannst doch eh nichts mehr machen“, gibt Wolfgang zum Ausdruck. Wolfgang hat Asthma. Durch seine schwere Erkrankung fühlte er sich oft ausgelaugt, verloren und überlastet. Rainer geht es ähnlich. Er leidet seit seiner Kindheit an Neurodermitis. „Es kommt alles zusammen und trotzdem muss man sein Leben führen, privat wie beruflich. Das ist eine große Belastung und klappt nicht immer gut“, berichtet er. Wie Wolfgang und Rainer fühlen sich viele Menschen mit einer Erkrankung, der eine Typ-2-Entzündung zugrunde liegt. Hierzu zählen neben Asthma und Neurodermitis auch die chronische Nasennebenhöhlenentzündung mit Nasenpolypen, kurz CRSwNP.[1] Alle können mit starken Auswirkungen auf viele Lebensbereiche und zahlreichen weiteren Belastungen verbunden sein. Die Konsequenz: ein dauerhaftes Überforderungsgefühl, ein „Typ-2-Overload“. Vor Kurzem machte Sanofi mit der Aktionswoche „Gemeinsam Typ-2-Overload reduzieren und Leben verbessern“ auf die Auswirkungen dieser Erkrankungen aufmerksam.

Wenn der Alltag zum Kraftakt wird

„Deine Haut wird überall brennen, jucken, schmerzen. Das ist so, wenn du zum Sport gehst, weil du dann schwitzt“, schilderte Rainer seine Situation während einer Informationsveranstaltung im Rahmen der Aktionswoche. Rainer ist kein Einzelfall. In Deutschland sind über 3,6 Millionen Menschen von Neurodermitis betroffen.[2-4] Die Belastungen dieser Erkrankungen sind hoch und die Lebensqualität der Patient*innen in vielen Bereichen beeinträchtigt. „Neurodermitis kann die Lebensqualität der Betroffenen in vergleichbar dramatischem Ausmaß reduzieren wie ein Schlaganfall oder ein Morbus Parkinson[5]“, erklärte Prof. Dr. Matthias Augustin, Facharzt für Hautkrankheiten und Institutsdirektor am UKE Hamburg-Eppendorf. Die Folge: Mutlosigkeit, Antriebslosigkeit, Einsamkeit. Wie Rainer seine Neurodermitis erlebt auch Wolfgang sein Asthma als enorme Belastung. Mit ihm sind hierzulande rund 4 Millionen Menschen von Asthma betroffen.[6] „Du kannst mit deiner Familie nichts machen, du bist keine Unterstützung mehr, du bist gar nichts“, offenbart er. Dadurch wird deutlich wie stark sich Erkrankungen mit Typ-2-Entzündung nicht nur auf die Betroffenen selbst, sondern auch auf deren Arbeits- und Familienleben auswirken. „Menschen mit schwerem Asthma sind in ihren täglichen Aufgaben deutlich eingeschränkt, können nachts nicht durchschlafen und müssen bei akuter Verschlimmerung häufig in einer Notaufnahme behandelt werden“, verdeutlicht auch Prof. Dr. Karl-Christian Bergmann, Leiter der pneumologisch-allergologische Ambulanz am Allergie-Centrum-Charité. Zudem erfordern chronische Erkrankungen ein dauerhaftes Management medikamentöser Behandlung, viele Test und Arztbesuche, ein ständiges Sich-Auseinandersetzen mit der eigenen Gesundheit.[7] So kommt es leicht zum „Typ-2-Overload“.

Im Zeichen der Aufklärung: Der Erlebnistunnel und die virtuelle Galerie

Rainers und Wolfgangs Worte wiegen schwer. Sie vermitteln deutlich, wie sich der „Typ-2-Overload“ für Betroffene anfühlen muss. Um dies für Außenstehende zu veranschaulichen, installierte Sanofi während der Aktionswoche am Berliner Hauptbahnhof einen begehbaren Erlebnistunnel. Über Bildschirme an Decken und Wänden wurde Besucher*innen hier bewusst, wie massiv die Auswirkungen einer Erkrankung mit Typ-2-Entzündung auf die Lebensqualität sein können, physisch wie psychisch.[7-9] In der virtuellen Typ-2-Galerie ist der Tunnel weiterhin erlebbar: app4event.de/san/typ-2-overload/. Zudem können sich Patient*innen und Interessierte hier über alle Fakten rund um die Erkrankungen mit Typ-2-Entzündung sowie deren Hintergründe informieren. Was können wir tun, um den Betroffenen besser zu helfen? „Wir müssen über Neurodermitis und Asthma aufklären. Mündige Patient*innen können ihrer Erkrankung aktiv begegnen“, bekräftigte die Patientenvertreterin Elke Alsdorf vom Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB). Andererseits ist die fachübergreifende Zusammenarbeit von großer Bedeutung. „Ärztinnen und Ärzte sollten bei der Behandlung von Erkrankungen mit zugrundeliegender Typ-2-Entzündung über eine fachübergreifende Zusammenarbeit nachdenken“, so Prof. Bergmann und betonte, dass die Typ-2-Entzündung als gemeinsame Ursache der Erkrankungen die Chance für einen fachübergreifenden Austausch eröffnet. „Eine Zusammenarbeit über Grenzen hinweg – gerade im Bereich von Erkrankungen mit Typ-2-Entzündung – ist äußerst wichtig“, bekräftigte Manuela Buxo, Senior Vice President, Head of Europe Specialty Care bei Sanofi. Auch aus Patientensicht wird deutlich: es muss etwas getan werden. „Ich hätte mir früher Ansprechpartner*innen gewünscht, die über die Zusammenhänge von chronischen Erkrankungen Bescheid wissen“, gab Rainer während der abschließenden Podiumsdiskussion zum Ausdruck. Denn eine schnelle und individuelle Behandlung bei Fachärzt*innen kann die Belastungen für Patient*innen reduzieren und die Lebensqualität verbessern. „Es erfordert den Mut aller Beteiligten, ein modernes Gesundheitssystem zu entwickeln“, fasste Prof. Dr. Andrew Ullmann, gesundheitlicher Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, die Diskussion zusammen.

Zusätzlich zu Informationen zur Typ-2-Entzündung und zum Overload gibt es viele spannende Informationen und hilfreiche Tipps für Betroffene und Interessierte auf den Patientenwebsites www.leben-mit-neurodermitis.info, www.asthma-aktivisten.de und www.aktiv-gegen-nasenpolypen.de sowie auf Instagram unter @leben_mit_neurodermitis.info (https://www.instagram.com/leben_mit_neurodermitis.info/?hl=de), @asthma_aktivisten (https://www.instagram.com/asthma_aktivisten/?hl=de) und @neustart_nase (https://www.instagram.com/neustart_nase/?hl=de)

Über Sanofi:

Wir sind ein innovatives globales Gesundheitsunternehmen mit einer einzigen Bestimmung: Wir erforschen die Wunder der Wissenschaft, um das Leben der Menschen zu verbessern. Unser Team setzt sich in mehr als 100 Ländern dafür ein, die medizinische Praxis zu verändern und damit das Unmögliche möglich zu machen. Wir bieten weltweit Millionen von Menschen lebensrettende Impfstoffe und Behandlungsoptionen an, die das Potential haben, das Leben zu verbessern. Dabei stellen wir Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung in den Mittelpunkt unseres Handelns.

Sanofi ist an den Börsen EURONEXT: SAN und NASDAQ: SNY gelistet

Referenzen:

[1] Gandhi NA et al. Nat Rev Drug Discov 2016; 15(1): 35-50

[2] Simpson EL et al. N Engl J Med 2016; 375: 2335-2348

[3] Weidinger S et al. Lancet 2016; 387: 1109-1122

[4] https://www.barmer.de/presse/presseinformationen/pressearchiv/neurodermitis-1059194 (letzter Zugriff: 06/2022)

[5] Langenbruch & Augustin ; JDDG 2012

[6] Akmatov MK et al. Versorgungsatlas Bericht Nr. 18/08. Berlin 2018. DOI: 10.20364/VA-18.08.

[7] Güthlin, C. et al.2020: Chronisch krank sein in Deutschland. Zahlen, Fakten und Versorgungserfahrungen. Institut für Allgemeinmedizin der Goethe-Universität, Frankfurt am Main.

[8] Gandhi NA et al. Nat Rev Drug Discov 2016; 15(1): 35-50

[9] Steinke JW et al. J Asthma Allergy 2016; 9: 37-43

MAT-DE-2202988-1.0-07/2022

Pressekontakt:
Telse Friccius
Tel: + 49 (0) 69 305- 23941
presse@sanofi.com
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Quelle: ots

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