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Mittwoch, 17. April 2024

HZA-F: Bundesweite Schwerpunktprüfung gegen Schwarzarbeit Zoll nimmt Baubranche ins Visier

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Frankfurt am Main (ots) –

Frankfurt am Main-
Am 20. März hat die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls (FKS) eine bundesweite Schwerpunktprüfung in der Baubranche durchgeführt. Ziel der Überprüfungen der Baustellen war die Einhaltung sozialversicherungsrechtlichen Pflichten und des Mindestlohns sowie die Aufdeckung illegaler Beschäftigung, Scheinselbstständigkeit und sog. Leistungsbetrug.

Bei der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Frankfurt am Main waren ca.70 Zöllnerinnen und Zöllner auf einer Großbaustelle im Stadtgebiet Frankfurt am Main im Einsatz. Insgesamt wurden 166 Personen von 46 verschiedenen Arbeitgebern überprüft. Neben dem Verdacht des illegalen Aufenthaltes einer Person, wurden 134 weitere Sachverhalte festgestellt, die nun einer weiteren Prüfung bedürfen. Hierbei handelt es sich vor allem um Fälle, in denen Meldungen zur Sozialversicherung nicht oder nicht richtig abgegeben worden sind und somit möglicherweise Sozialversicherungsbeiträge vorenthalten wurden oder gegen die Sofortmeldepflicht im Baugewerbe verstoßen wurde.
„Oft hören wir auf Baustellen den Satz: „Ich bin heute den ersten Tag da.“ Dies befreit den Arbeitgeber trotzdem nicht von der Anmeldepflicht. Denn die sogenannte Sofortmeldung muss im Baugewerbe am Tag des Beschäftigungsbeginns des jeweiligen Arbeitnehmers spätestens bei dessen Aufnahme erfolgen, so Isabell Gillmann,
Pressesprecherin beim Hauptzollamt Frankfurt am Main.
An die gestern durchgeführten Befragungen auf der Baustelle schließen sich umfang-reiche weitergehende Prüfungen an, indem die vor Ort erhobenen Daten der Arbeitnehmer mit der Lohn- und Finanzbuchhaltung der Unternehmen abgeglichen werden und weitere Geschäftsunterlagen geprüft werden. Hierbei stehen die Beschäftigten des Zolls in engem Informationsaustausch mit anderen Behörden und der Rentenversicherung.

Aufgrund der volkswirtschaftlichen Bedeutung und der umfangreichen gesetzlichen und tarifvertraglichen Regelungen legt der Zoll bei der Bekämpfung der Schwarzarbeit einen besonderen Fokus auf die Baubranche.

Zusatzinformation:

Der Zoll trägt durch seine umfangreichen Prüf- und Ermittlungsverfahren entscheidend zur Sicherung der Sozialsysteme und Staatseinnahmen bei und ermöglicht da-mit faire Arbeits- und Wettbewerbsbedingungen. Die Prüfungen der FKS erfolgen risikoorientiert. Dabei führen die Beschäftigten des Zolls sowohl stichprobenweise Prüfungen als auch vollständige Prüfungen aller Beschäftigten eines Arbeitgebers durch.
In besonders von Schwarzarbeit betroffenen Branchen führt die FKS ganzjährig regelmäßig bundesweite, aber auch regionale Schwerpunktprüfungen mit einem erhöhten Personaleinsatz durch und sorgt damit für eine besonders hohe Anzahl an Prüfungen in der jeweiligen Branche.

Rückfragen bitte an:

Hauptzollamt Frankfurt am Main
Stabsstelle Kommunikation
Isabell Gillmann
Telefon: 069 / 690-74189
E-Mail: [email protected]
www.zoll.de

Original-Content von: Hauptzollamt Frankfurt am Main, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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