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Donnerstag, 13. Juni 2024

Elektromobilität im Kreisverkehr um den Preis: Wer im Unterhalt sparen will, muss sich die Anschaffung leisten können

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Frankfurt am Main (ots) –

Noch bestimmt der Preis die Mobilität, wie das aktuelle „Trendbarometer Elektromobilität“ der Management- und Technologieberatung BearingPoint zeigt. Gut ein Drittel der Deutschen nennt weiterhin die hohen Preise als Hauptgrund dafür, kein E-Auto zu kaufen. Doch immer mehr Menschen erkennen die Vorteile von niedrigeren Unterhaltskosten und geringerem Serviceaufwand bei E-Autos. Und mit dem erweiterten Blick auf die Gesamtkosten relativiert sich der Anschaffungspreis. Zudem steigt die Erfahrung: Im Vergleich zum Trendbarometer im letzten Jahr ist die Anzahl der Personen, die schon einmal elektrisch gefahren sind, um 50 Prozentpunkte gestiegen. Und gerade diese Personengruppe favorisiert den Stromer.

Elektromobilität kommt immer mehr auf die Straße. In den ersten sechs Monaten wurden laut Kraftfahrtbundesamt knapp 32 Prozent mehr E-Autos (BEV) zugelassen als noch vor einem Jahr, im Juni 2023 sogar über 64 Prozent mehr als im Vorjahr. Dass auch die Zahl der E-Auto-Nutzer:innen kontinuierlich ansteigt, zeigt die neueste BearingPoint-Umfrage. Leere Auftragsbücher bei einzelnen Herstellern bedeuten offenbar noch lange nicht, dass der Trend gestoppt ist. Doch die hohen Anschaffungskosten scheinen viele Verbraucher:innen derzeit noch von einem Kauf abzuhalten.

Fahrerfahrung mit E-Autos steigt kontinuierlich – und mit ihr die Bereitschaft, ein E-Auto zu kaufen

30 Prozent der Verbraucher:innen sind inzwischen elektrisch gefahren – ein Anstieg von 50 Prozentpunkten im Vergleich zum Trendbarometer vom Juli 2022. Unter den 25- bis 34-Jährigen hat mit 46 Prozent sogar knapp die Hälfte aus der Altersgruppe Erfahrung mit einem E-Auto gesammelt. Wie schon in den vergangenen Trendbarometern zeigt sich auch diesmal: Unter den Befragten, die bereits elektrisch gefahren sind, ist der Anteil derer, die ein E-Auto kaufen wollen, am höchsten. So haben in der oben genannten Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen, die am meisten E-Auto-Erfahrung vorweisen können, ganze 44 Prozent der Autokäufer:innen die Absicht, ein E-Auto zu kaufen – im Vergleich zu 33 Prozent bei allen befragten Autokäufer:innen. Die Technologie kann also überzeugen: Wer bereits Erfahrungen mit E-Autos gesammelt hat, zeigt auch eine höhere Bereitschaft, künftig auf Elektromobilität umzusteigen.

Der Preis ist noch nicht heiß – und die Infrastruktur weiter ein großes Thema

Was einige beim E-Autokauf aber noch zögern lässt, ist der hohe Anschaffungspreis. Für 31 Prozent aller Befragten ist dies der mit Abstand wichtigste Grund, sich beim Autokauf gegen ein E-Auto zu entscheiden. Als weitere Hemmnisse werden unzureichende Lademöglichkeiten und eine zu geringe Reichweite angeführt. 22 Prozent der Befragten nannten diese beiden Punkte jeweils als Hauptgründe, sich noch kein E-Auto zulegen zu wollen. Zum Vergleich: Im Vorjahr sahen die Verbraucher:innen die Hürden zu 27 Prozent beim Preis, zu 20 Prozent bei der zu geringen Reichweite sowie zu 21 Prozent bei den unzureichenden Lademöglichkeiten.

Erstmals fragte BearingPoint auch danach, ob die Verbraucher:innen grundsätzlich die Möglichkeit hätten (z.B. zu Hause oder am Arbeitsplatz), ein E-Auto zu laden. Hier zeigt sich, dass inzwischen 26 Prozent aller Befragten ein E-Auto privat oder am Arbeitsstandort laden könnten.

Umweltschutz und niedrige Unterhaltskosten – die wichtigsten Gründe beim E-Autokauf

Weshalb entscheiden sich Menschen für ein E-Auto? Hier nimmt der Umweltschutz den Spitzenplatz ein. Für 40 Prozent aller Befragten sind ökologische Gründe die Hauptmotivation für die Wahl eines Fahrzeugs mit E-Antrieb beim nächsten Autokauf. Im Jahr 2021 waren es mit 46 Prozent etwas mehr im Vergleich. Darauf folgen die geringeren Unterhalts- und Servicekosten, die inzwischen von 27 Prozent der Befragten genannt werden und somit stark zugelegt haben (2021: 18 Prozent). Steuerliche Vorteile und Pioniergeist wurden als weitere Gründe, die für den Kauf eines E-Autos sprechen, jeweils von 9 Prozent genannt.

BMW immer beliebter, Tesla stagniert

Bei den Herstellern haben E-Autos aus dem VW-Konzern wie in den vorangegangenen Umfragen immer noch die Nase vorn: 33 Prozent der Befragten würden sich für einen VW, Skoda oder Seat entscheiden. Dennoch zeigen die Zahlen einen Rückgang von 15 Prozentpunkten im Vergleich zum Jahr 2021. Hierbei wird deutlich, dass der deutsche Autokonzern in seinem Heimatmarkt mit einer geringeren Nachfrage seiner Elektromodelle zu kämpfen hat. Den größten Sprung in Sachen Beliebtheit können Elektrofahrzeuge von BMW bzw. Mini mit einem Anstieg von 35 Prozentpunkten innerhalb der letzten 12 Monate verzeichnen. 28 Prozent würden sich für den Münchner Autobauer entscheiden (2022: 21 Prozent), in der Altersklasse der 18- bis 24-Jährigen wäre BMW mit 38 Prozent sogar die erste Wahl. Hierbei spielt der Umfang der Modellpalette eine wesentliche Rolle: So ist die Zustimmung für BMW im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen, seitdem neben den Modellen iX3, iX und i4 nun auch noch i7, iX1 und bald i5 und iX2 zur Auswahl stehen.

Wie aus der aktuellen Umfrage erstmals deutlich wird, würden mittlerweile 13 Prozent beim Kauf eines E-Autos auf einen chinesischen Automobilhersteller setzen. Der Zuspruch für E-Pionier Tesla hingegen stagniert auf hohem Niveau mit zunehmender Konkurrenz anderer Marken: 23 Prozent ziehen ein Fahrzeug des US-Elektrobauers in Betracht.

„Unsere aktuelle Umfrage zeigt, dass sich in Deutschland grundsätzlich ein positiver Trend bei der Elektromobilität abzeichnet: Die Vorbehalte gegenüber dem Kauf eines E-Autos nehmen durch die vermehrte Nutzung von E-Fahrzeugen immer weiter ab. Zugleich setzt sich in der Bevölkerung zunehmend die Erkenntnis durch, dass E-Autos nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch im Unterhalt und Service wesentlich günstiger sind als Verbrenner. Eine der entscheidenden Hürden vor dem Kauf eines E-Autos werden auch in Zukunft die noch recht hohen Anschaffungskosten bleiben. Nach wie vor gibt es nur wenige bezahlbare E-Autos im Segment der Kleinwagen und der unteren Mittelklasse. Hier sind die Hersteller und der Gesetzgeber gefragt, um den Umstieg auch für die kleinere Brieftasche möglich zu machen. Der Anschaffungspreis bestimmt derzeit noch, ob sich das E-Auto gegen den Verbrenner durchsetzt oder nicht“, resümiert Dr. Stefan Penthin, globaler Leiter Automotive bei BearingPoint.

Die Infografik anbei ist für redaktionelle Zwecke frei verwendbar. Wir bitten um Quellennachweis: BearingPoint.

Über die Umfrage

Seit 2021 veröffentlicht BearingPoint das Trendbarometer Elektromobilität im halbjährlichen Rhythmus. Die für das Trendbarometer verwendeten Daten beruhen auf einer von BearingPoint in Auftrag gegebenen Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2026 Personen zwischen dem 5. und 7. Juli 2023 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Über BearingPoint

BearingPoint ist eine unabhängige Management- und Technologieberatung mit europäischen Wurzeln und globaler Reichweite. Das Unternehmen agiert in drei Geschäftsbereichen: Consulting, Products und Capital. Consulting umfasst das klassische Beratungsgeschäft mit dem Dienstleistungsportfolio People & Strategy, Customer & Growth, Finance & Risk, Operations sowie Technology. Im Bereich Products bietet BearingPoint Kunden IP-basierte Managed Services für geschäftskritische Prozesse. Capital deckt die Aktivitäten im Bereich M&A, Ventures und Investments von BearingPoint ab.

Zu BearingPoints Kunden gehören viele der weltweit führenden Unternehmen und Organisationen. Das globale Netzwerk von BearingPoint mit mehr als 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt Kunden in über 70 Ländern und engagiert sich gemeinsam mit ihnen für einen messbaren und langfristigen Geschäftserfolg.

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Pressekontakt:
Alexander Bock
Global Senior Manager Communications
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Quelle: ots

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